Seien wir ehrlich, selbst die Sonne hat diesen Sommer Urlaub gemacht, und nun ist der Herbst plötzlich da, ohne dass wir ihn erwarten oder auch nur spüren konnten.
Für Radbegeisterte ist diese Jahreszeit jedoch immer eine großartige Zeit. Man kann noch lange in die Pedale treten, bei relativ gutem Licht, der Asphalt ist nicht glühend heiß, der Schweiß schwüler Tage bleibt aus, und die Sonne begleitet uns sanft.
Kurz gesagt, der Herbstanfang ist genau die richtige Zeit für Radtouristen.
Fahrradfreundliches Abruzzen
Und Abruzzen ist eine wahrlich fahrradfreundliche Region. Küste, Hügel und die rauen Bergstrecken mit ihren Anstiegen und Abfahrten: Abruzzen hat alles zu bieten, und vor allem die Philosophie, die Schönheit der Region und ihrer Natur auf dem Fahrrad auf den lokalen Straßen in aller Ruhe zu entdecken.
Deshalb bietet die Website cicloturismo.abruzzoturismo.it präzise und detaillierte Karten mit Angaben zu Streckenlängen und technischen Daten wie Steigungen und Höhenunterschieden. Sogar GPS-Daten zur Navigation sind verfügbar.
Jetzt kann es also losgehen! Wir, die wir uns als begeisterte Sonntagsradler verstehen, haben unseren freien Tag genutzt und eine komfortable, wenn auch lange, Route ausprobiert: eine 60 km lange Rundfahrt von Martinsicuro nach Pineto über die Ciclovia Adriatica, die Route Nr. 6 des großen nationalen Radwegenetzes BicItalia.
Unsere Tour
Am Morgen begannen wir unsere Reise und verwandelten uns langsam von Sportlern – die sich auf den Weg gemacht hatten, um wieder in Form zu kommen – in Touristen, die von der Entdeckung atemberaubender Landschaften verzaubert waren, von denen wir nie wussten, dass es sie in Italien gibt.
Wie wäre es mit den kleinen Brücken über den Bach Vibrata zwischen Villa Rosa und Alba Adriatica oder der Brücke über den Salinello in Tortoreto Lido? Wir fühlten uns fast wie am Set der italienischen Neuverfilmung von „Die Brücken am Fluss“.
Und dann waren wir sprachlos, als wären wir in einer anderen Zeit oder auf dem Planeten von Saint-Exupérys „Der kleine Prinz“, als wir den wilden Strand des Naturschutzgebiets Borsacchio an der Küste von Cologna bewunderten.

Landstraßen und karge Vegetation, und das Gefühl, der Natur ganz nah zu sein. Dasselbe Gefühl hatten wir auf der Fahrt entlang des Meeresschutzgebiets und des Torre del Cerrano, wo wir den Turm und den Blick aufs Meer von oben bewundern konnten – ein Moment, in dem Zeit und Raum stillzustehen schienen.
Fazit: Wir Sonntagsradler sind bereit für eine weitere flache Strecke und freuen uns darauf, bald auch die anspruchsvolleren Trails in Angriff zu nehmen. Vielleicht warten wir bis zum Frühsommer, bevor es in die Berge geht!


